Sonntag, 2. Mai 2010

Ölkatastrophe

Heute ist Präsident Obama in New Orleans gelandet, um sich persönlich um den nun 10.000 km² großen Ölteppich im Golf von Mexiko zu kümmern.

Es ist definitiv eine Katastrophe, und die Stimmung hier ist bedrückt, einmal wegen der ökologischen Konsequenzen und dann - natürlich - wegen der Bedrohung gegenüber der lokalen Küche, die zu einem Großteil aus Meeresfrüchten und Fischen besteht. Vor allem die Austernindustrie ist bedroht (weswegen ich heute abend auch definitv zu Cooter Brown's gehen werde, um selbige zu verzehren). Es gibt Gerüchte, dass die Restaurants hier bereits Großbestellungen an Shrimps etc. aufgegeben haben, um ihre Vorräte aufs Nächste zu sichern.
Wenn ich daran denke, dass Shrimps bisher für 2,99 $/US-Pfund zu kriegen sind und das mit den Preisen anderswo vergleiche (in New Jersey, was nicht am leergefischten Mittelmeer liegt, waren es, glaube ich, 7 oder 8 $), und an die Armut hier unten denke, dann weiß ich auch nicht, wie die Meeresfrüchte weiterhin ständiger Begleiter bleiben sollen.

Vielleicht kommt als kleiner Downer noch hinzu, dass im Moment eigentlich Crawfish-Season ist und daher überall Seafood-Festival/-Parties/-Angebote zu finden sind. Das ruft die ganze Katastrophe halt auch immer in Erinnerung.

Andererseits finde ich es auch interessant, dass wirklich die Katastrophe v.a. aufs Essen reduziert wird - einerseits natürlich typisch New Orleans, wo man sich locker 90% aller Zeit ums Essen unterhalten kann, andererseits etwas traurig, da daneben auch die Wirtschaft des halben Staates betroffen ist, der vom Fischfang etc. lebt. Und natürlich die ökologischen Konsequenzen. Womit ich nicht sagen will, dass es nicht auch Leute gibt, welche über die ökologischen Konsequenzen nachdenken. Aber die Meeresfrüchte stehen definitiv im Vordergrund.

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